Vorteil: maximal ergiebig, besonders geschmacks- und farbintensiv, verarbeitet praktisch alles
Nachteil: hoher Kaufpreis, braucht relativ viel Stellfläche
Eine weitere Alternative zum herkömmlichen Entsafter ist der Cold Pressed Juice, der in den USA oder Australien schon lange beliebt ist und auch hierzulande immer häufiger verkauft wird. Zwar wird der Begriff „Cold Pressed Juice“ oft auch für Saft verwendet, der mit einem Slow Juicer hergestellt wird. Doch das ist nicht ganz präzise. „Echter“ Cold Pressed Juice wird mittels einer hydraulischen oder pneumatischen Saftpresse erzeugt.
Dafür werden zuerst die Zutaten – von Früchten bis Kernen ist alles verwendbar – gemahlen/zerkleinert, anschließend holt das Gerät unter enorm hohem Druck von mehreren Tonnen das Maximum an Flüssigkeit heraus – die besonders hohe Ausbeute von bis zu 99 Prozent und somit die Ergiebigkeit ist der große Pluspunkt der Pressen. Zudem gilt dieser kaltgepresste Saft als besonders geschmacks- und farbintensiv. Während die mit Zentrifugal-Entsafter oder Slow Juicer hergestellten Säfte vor allem für den zeitnahen Verzehr gedacht sind, ist Cold Pressed Juice in der Kühlung mehrere Tage haltbar. Somit kann er auch vorproduziert werden.
Ohnehin ist Cold Pressed Juice aktuell vor allem für den Verkauf in größeren Mengen interessant, zum Beispiel für Konzepte interessant, die sich auf Saft spezialisiert und viel Außer-Haus-Verkauf und/oder Online-Shops haben. Was auch am Preis liegt: Eine Presse kostet derzeit noch mehrere Tausend Euro.
Die Modelle werden aber auch in diesem Bereich immer kleiner und günstiger, womit Cold Pressed Juice z.B. fürs Frühstück in der Hotellerie und Gastronomie oder als frisches Zusatzgeschäft – zum Mitnehmen oder für Delivery – spannend wird.