Das Außer-Haus-Geschäft ist momentan die einzige Möglichkeit, um zumindest einen kleinen Teil der Kosten zu decken. Doch nicht allein in Krisenzeiten bietet der Lieferservice gastronomischen Betrieben die Möglichkeit, attraktive Umsätze zu erzielen. Warm und fertig gekocht ist dabei nur eine Form des Angebots – wir stellen sechs verschiedene Arten vor.
1. Kochboxen – Gerichte in Zutatenform geliefert
Die Zutaten im Rohzustand auswählen, portionieren und liefern zu lassen, ist eine weitere Alternative: das Restaurant-Gericht (oder ein anderes) in der Kochbox zum Nachkochen für zu Hause.
Vorteile:
- wenig Aufwand, kein Kochen nötig
- Lieferung praktisch zu jedem Zeitpunkt möglich
Nachteile:
- viel Eigenleistung des Kunden nötig (komplettes Kochen)
- nischig, etwas für Foodies

2. Selbstgemachte Lebensmittel geliefert
Eingekochtes und Fermentiertes, Grundsaucen, Pasten und Aufstriche, Öle und vieles mehr: Vor- und Teilprodukte zum Kochen oder zum direkten Genießen zu Hause sind ein Angebot, wie es sonst z.B. Feinkostgeschäfte bieten – nur eben vom Restaurant und per Lieferung.
Vorteil:
- gute, zeitunabhängige Vor- und Zubereitung möglich
- Know-how (z.B. Kochtechniken) kommt zum Tragen
Nachteil:
- separate Produktentwicklung nötig (zeitlicher und finanzieller Aufwand)
- Lagerung, Kühlung und verschiedene Verpackungsformen nötig
Übrigens: Alle vorgestellten Formen sind natürlich auch als to-go-Geschäft bzw. zur Abholung denkbar.
3. Gekocht und warm geliefert
Die gängigste Art des Lieferservices ist, Speisen wie fürs Restaurant auf Bestellung zuzubereiten und anschließend über einen Lieferdienst ausliefern zu lassen.
Vorteile:
- die Speisen sind direkt verzehrfertig für den Kunden
- gelernter Produktionsprozess: Kochen wie fürs Restaurant
Nachteile:
- Produktion muss à la minute erfolgen, da warme Speisen
- kein Einfluss auf die Qualität nach Übergabe an den Lieferdienst

4. Verzehrfertig und kalt geliefert
Besonders gut für die Lieferung eignen sich kalte Speisen wie Wraps, Sandwiches und andere belegte Brote, Salate, Bowls und Vorspeisen. Auch als Menü oder in Form der klassischen kalten Platte.
Vorteile:
- Speisen lassen sich gut vorbereiten/vorproduzieren
- Warmhalten nicht nötig, kein Qualitätsverlust bei Lieferung
Nachteil:
- vor-Ort-Erwärmen (z.B. Wraps und Sandwiches auf Kontaktgrill) nicht möglich
5. Regenerierfertig und kalt geliefert
Eine weitere kalte Alternative: Die Speisen werden in der Restaurantküche fertig gekocht, dann verpackt (z.B. Vakuumbeutel oder Glas) und per Lieferdienst zugestellt.
Vorteile:
- vorbereitende Produktion möglich
- Skaleneffekte: Vorproduktion in größerer Menge günstiger
Nachteile:
- aufwendiges Einpacken (Vakuumieren, Abfüllen etc.) und Kochanleitung nötig
- Kunde muss Teilleistung selbst übernehmen (entnehmen, erhitzen, braten etc.)
6. Getränke, gekühlt und trinkfertig geliefert
Spannend für Bars, Smoothie-Shops und Co.: fertig gemixte Getränke mit und ohne Alkohol für den Genuss zu Hause geliefert.
Vorteile:
- gelernter Produktionsprozess: Mixen wie für die Bar/Saftbar
- Qualität ist gut steuerbar
Nachteil:
- Produktion der Getränke muss à la minute erfolgen („lose Ware“)
- nur für bestimmte Produkte möglich, sonst Frischeverlust