3. Übrig Gebliebenes verschenken oder verkaufen
Auch bei guter Kalkulation, wie viel benötigt wird bleiben am Ende eines Tages oft Speisen übrig. Statt diese wegzuwerfen, können zum Beispiel die Mitarbeiter/innen diese mit nach Hause nehmen. Was Gäste nicht aufessen, kann man ihnen – etwa mit der praktischen „Beste-Reste-Box“, die es in jeder METRO gibt, mitgeben. Manche Betriebe spenden ihre Reste auch an Tafeln oder andere öffentliche Einrichtungen. Eine weitere Möglichkeit, das Wegwerfen zu vermeiden, bieten Lösungen wie die App „Too Good To Go". Mit diesem Angebot können die Nutzer am Ende der Laden- bzw. Restaurantöffnungszeit Speisen zu einem stark reduzierten Preis abholen, bezahlt wird über die App. Statt die verbliebenen Speisen abzuschreiben, sorgen sie so wirtschaftlich betrachtet noch für einen Deckungsbeitrag.
4. Auf Verpackung bei Kauf und Verkauf verzichten
220 Kilo Plastikmüll verursacht jeder Bürger in Deutschland pro Jahr, 60 Prozent davon gehen allein auf Lebensmittel zurück – das ist unschöner Spitzenwert in der EU (Quelle: Umweltbundesamt). Auch in der Gastronomie entsteht viel Verpackungsmüll, zum Beispiel durch Einzelverpackungen. Gastronomen sollten zusammen mit ihrem Küchenteam prüfen, welche Wegwerf-Verpackungen sich vermeiden lassen, z.B. indem auf wiederverwendbare Behältnisse zurückgegriffen wird, die sich auswaschen und erneut nutzen lassen. Hier sollte auch der Dialog mit dem Lieferanten gesucht werden – welche Möglichkeiten bietet dieser, um von Ein- auf Mehrweg umzuschalten? Für das – in vielen Betrieben für den Umsatz wichtige – to-go-Geschäft gibt es innovative Lösungen wie "Recup", ein Mehrwegbecher-Programm für den Kaffee. Ein kleiner Preisnachlass schafft Anreize für den Gast, Becher oder andere Transportbehältnisse wie die klassische Brotbox zu verwenden.
5. Plastiktrinkhalme verbannen
Sage und schreibe drei bis sechs Milliarden (!) Plastik-Trinkhalme werden täglich auf der Welt genutzt. Meist einmal, dann landen sie im Müll oder in der Natur. 2021 werden sie in der EU verboten sein. Doch schon jetzt sollte gehandelt werden: Statt Plastikhalmen können Gastronomen
Trinkhalme aus Glas (gibt es z.B. von der Firma „Halm“ für das Inhouse-Geschäft nehmen. Für das to-go-Geschäft oder dort, wo kein Glas erlaubt ist, gibt es nachhaltige Lösungen aus Stroh, Pappe, Bambus oder sogar Getreide oder aus Pasta. Und noch besser ist es, Gäste zu fragen, ob sie überhaupt einen Halm benötigen.
Diese Tipps sammelten wir u.a. bei der Veranstaltung „Erfolgsrezept Nachhaltigkeit“ der METRO anlässlich des „Tages der nachhaltigen Gastronomie“ am 18. Juni in Berlin.