Miso und Co. passen super zu deutscher Küche
Auf diese Weise entstehen bei „Mimi Ferments“ ständig neue Produkte, die in Restaurants Speisen in Szene setzen. Trotz der japanischen Tradition, mit der das Unternehmen arbeitet, werden die Produkte weniger in japanischen Restaurants verwendet, wie man denken könnte – was daran liegt, dass sie meist große Mengen an Würzpasten oder Sojasaucen benötigen. Es sind statt dessen viele deutsche Restaurants, darunter so manches Sternerestaurant, die auf die hochwertigen Fermente aus dem Wedding setzen. „In der deutschen Küche geht es ums Herzhafte, und dafür kann man anstelle von Salz sehr gut salzig-herzhafte Fermente wie Sojasauce nehmen“, so Shimizu. „Misobutter auf Brot schmeckt einfach super. Zander oder Stör mit milden Fermenten mariniert, machen die Fische schmackhafter und zarter.
„Mit Fermentation kann man seine Speisen einzigartig gestalten und sich ein geschmackliches Alleinstellungsmerkmal aufbauen“, findet Shimizu. Zudem könne man mit Abschnitten, die fermentiert statt entsorgt werden, auch seinen Wareneinsatz senken. Das geht nicht nur mit Gemüse: „Aus Fischköpfen lässt sich hervorragend ein Garum machen“, so der Experte. Mit der würzigen Fischsauce lassen sich viele Speisen verfeinern, das wussten schließlich schon die Römer.